unser Blog über Katzenkrankheiten Free counter and web stats

 

 

 

 

Auf dieser Seite möchte ich unsere Erfahrungen bzgl. Katzenkrankheiten zusammentragen. In den ersten Jahren unserer Züchterlaufbahn glaubte ich dass Krankheiten nur uns und unsere Tiere befallen.

Ich war schon etwas verwundert, dass man von vielen Züchtern hörte: " O Gott, dass hatte ich noch nie "

Heute weiß ich dass das nicht stimmt, dieses Unheil, der Krankheiten, trifft nicht nur uns. Diese Krankheiten treten immer dort auf, wo mehrere Tiere zusammen leben und das ist bekanntlich bei Züchtern so. Oder gibt es wirklich viele Züchter die nur ein Tier besitzen, nie ausstellen, nie zum Tierarzt gehen und zu denen nie Besuch kommt?

Uns trafen diese schrecklichen Dinge, die man Katzenkrankheiten nennt, gleich bei unserem allerersten Mädchen.

  • Angefangen hatte alles 2004 mit unserer Amelie , sie verstarb an " FIP "  im Alter von 6 Monaten. Danach hörte ich so Sachen wie: " Jetzt kannste gleich wieder aufhören, Deine Katzen haben sich alle infiziert. FIP ist ansteckend. So als Jungzüchter glaubt man diesen Unsinn dann auch noch. Damals hatte ich das komplette Katzeninventar weggeschmissen. Heute weiß ich es besser und keine meiner Tiere hat sich angesteckt, sie sind alle gesund. Wohl aber sind sie schon mal mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen.

  •  2007 hatte unsere Emmy  plötzlich Durchfall, es waren Giardien aber auch daran ist keiner gestorben, wie mir manche " ach so weise" Leute einreden wollten. Auch die hat unsere Tierärztin in den Griff gekriegt, und heute ist Emmy Giardienfrei

  • Bei unserem B-Wurf wurden wir mit Clamydien konfrontiert. Die gibt es auch nur bei uns, denn alle anderen impfen dagegen. Nur waren unsere Kitten gerade erst 6 Wochen alt, und leider noch nicht geimpft.

Feline Chlamydiose (Feline Pneumonitis)

Die Chlamydien-Infektion wird durch das Bakterium Chlamydophila felis (Chlamydophila psittaci) hervorgerufen. Sie ist häufig und kommt ebenfalls weltweit vor. Es ruft vor allem eine chronische follikuläre Konjunktivitis mit Augenausfluss hervor, der auch eitrig sein kann. Diese „Augenform“ tritt vor allem bei fünf bis zwölf Wochen alten Kätzchen auf. Eine Lungenentzündung ist eher selten.

Hier hat sich bei uns Interferon bewährt. Und mindestens 3 Wochen lang Augensalbe.

  • Bei unserem D-Wurf, wurden wir dann mit Galiciviren konfrontiert. Selbe Geschichte, auch den gab es nur bei uns. Gut dass wir viel im Ausland ausstellen, und die meisten Züchter in Ländern wie Österreich, Schweiz, Holland und Dänemark, die wir kennen gelernt haben, gehen viel offener mit solchen Erkrankungen um. Und so weiß ich heute dass auch dieser Virus weit verbreitet ist.

            Normalerweise ist dieser Schnupfenvirus in der Impfung enthalten, bei uns brach er bei einem Kitten nach der Impfung durch. . Viele Tiere sind Trägertiere, ohne dass es Ihre Besitzer wissen, wir wissen es wenigstens. Mit einer vernünftigen Kittenaufzucht und Interferon halten wir diesen Virus in Schacht.

  •  Im Juni 2009 starb unsere Grevens Citana ( hier finden Sie Stammbaum und Obduktionsbericht )nach langer Krankheit, im Obduktionsbericht stand dann Amyloidose              

 

  • Ascan infizierte sich, durch das geschwächte Immunsystem während der Seuche mit Herpes. Bei ihm tritt sie aber nur am Auge auf. Wir bekämpfen den Virus seither mit  Interferon, Triflumann Augentropfen, und Tränenersatzflüssigkeit. Im Moment scheint das Virus gebannt zu sein, aber man muss leider immer wieder mit einem Ausbruch rechnen.           

  •     Hämobartonellen: Auch die scheinen wir uns eingefangen zu haben. Ascan hatte plötzlich eine schwere Anämie, die vorerst mit EPO behandelt wurde, sein Hämatokritwert sank auf 16%. da die Behandlung nicht wirklich griff und wir von diesen Hämobartonellen wußten, behandelten wir mit Doxyciclin und die Werte gingen innerhalb von 2 Wochen wieder in den Normalbereich, keine weißen Schleimhäute mehr. Der Hämatokritwert liegt wieder bei 30%

           

  • Wieder mal eine unschöne Geschichte:
  • Auf der Ausstellung in Stuttgart Mitte Oktober, nieste Balu einige Male am Samstag. Er bekam sofort vor Ort Antibiotika. Am nächsten Tag war auch schon wieder alles vorbei. Ein paar Tage später fingen 2 meiner Kitten an zu niesen, unsere Tierärztin gab ihnen Interferon und Antibiotika.. Am 3.11 starben die beiden an Katzenschnupfen, wir gingen davon aus. dass wir uns das Herpesvirus eingefangen hatten, da beide eine starke Augenbeteiligung hatten. Beide kamen in die Pathologie. All unsere erwachsenen zeigten keinerlei Symptome,  bei den beiden anderen Kitten von Hermine nieste nur eins leicht und  hatte ein paar Tage entzündete Augen. Trotzdem bekamen sie alle vorsichtshalber Interferon. Ein paar Tage nach dem Tod der beiden Kitten telefonierte ich mit einer Züchterin in Österreich und erzählte ihr davon. Kurz darauf wurden wir gebeten nicht auf die Norweger Sondershow nach Wien zu kommen, allerdings nicht vom Vorstand, sondern von einer Ausstellerin, deren Tierarzt ihr erklärte dass wir hochansteckend wären und eigentlich eine Zwingersperre bekommen müssten. Davon etwas irritiert setzte ich  mich mit unserem Zuchtausschuß in Verbindung, Ergebnis: Herpes ist weder meldepflichtig, noch gibt`s eine Zwingersperre, da es sich um eine Tröpfcheninfektion handelt und keines unserer Tiere zu diesem Zeitpunkt krank war.
    Dennoch zog ich es vor, meine Meldung für München zurückzuziehen.
  • Am Donnerstag vor der Ausstellung, rief mich meine Tierärztin an und sagte, dass der Vorstand vom 1.DEKZV bei Ihr angerufen hätte und nichts gegen meine Anwesenheit sprechen würde, wenn sie als Tierärztin keinerlei Bedenken hätte.
  • Die hatte sie nicht, da ja all meine Tiere gesund waren. So gingen wir nach München ausstellen.
  • Zwei KKÖ Mitglieder fragten uns ob wir nach Innsbruck kämen, wir verneinten dies, aufgrund unseres Erlebnisses mit Wien und erzählten ihnen auch davon. Beide versicherten uns dass sie keinerlei Problem mit unserer Anwesenheit hätten. Sie vertrauten uns sogar ihre Tiere in der Best in Show an, wo wir beide als Stewart tätig waren.
  • Also meldete ich am Montag Innsbruck. Am Dienstag bekam ich einen Anruf vom Präsidenten des KKÖ und er berichtete mir von Gerüchten die über uns im Umlauf wären. Heute weiß ich auch wer diesen Unsinn in die Welt gesetzt hat. Es handelt sich um eine langjährige, erfolgreiche Züchterin, die ich bis zu diesem Tag als sehr offen und kompetent erlebt hatte, aber so kann man sich täuschen.
  • Er bekam eine Bestätigung des Gesundheitsauschusses vom 1.DEKZV dass in unserer Cattery alles in Ordnung sei. Wir informierten auch unsere Amtstierärztin, auch sie hatte keinerlei Bedenken gegen die Ausstellung. Wir werden in Innsbruck sein.
  • Inzwischen ist der Pathobericht da, es war kein Herpesvirus, sondern eine sehr aggressive Form des Caliciviruses.
  • Dieses Erlebnis zeigt mir mal wieder, dass wir alle noch sehr viel lernen müssen, vor allem über Ansteckungswege, die Immunologische Lücke, das Umgehen mit einander. Ich bin sehr traurig darüber, dass viele immer noch nicht offen mit ihren Krankheiten und den damit verbundenen Ängsten umgehen. Entsetzt bin ich über manche Aussagen von Tierärzten und Züchtern.

 

 

 

 

 

  • Ich glaube nicht dass wir nun schon alle Krankheiten durch haben, ein paar, die uns noch nicht getroffen haben, gibt es noch. Und wenn mir heute jemand erzählt, dass er von all dem noch nie was in seiner Zucht hatte, schmunzel ich nur innerlich.

            Wir haben uns von Anfang an geschworen, immer offen und ehrlich mit allem umzugehen, diesem Schwur werden wir auch treu bleiben, auch wenn wir dann wieder die einzigen sind die bestimmte Krankheiten treffen.

 

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Stand: 03. May 2011